Bestrahlung am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB)

Die Protonenbestrahlung wird am HZB in Berlin Wannsee durchgeführt. Die Bestrahlung der Augentumore ist zur besseren Verträglichkeit in vier Portionen (Fraktionen) unterteilt. An den Bestrahlungstagen (Dienstag bis Freitag) wird jeweils eine Fraktion appliziert.

Positionierung und Bestrahlung

Axiales und laterales Röntgenbild zur Patientenpositionierung. Soll- und Istpositionen der Tantalclips sind noch nicht in Übereinstimmung.

Axiales und laterales Röntgenbild zur Patientenpositionierung. Soll- und Istpositionen der Tantalclips sind noch nicht in Übereinstimmung.

Axiales und laterales Röntgenbild einer abgeschlossenen Positionierung. Soll- und ist Positionen stimmen überein.

Axiales und laterales Röntgenbild einer abgeschlossenen Positionierung. Soll- und Istpositionen stimmen überein.

Axiales und laterales Röntgenbild einer abgeschlossenen Positionierung mit eingesetzter Blende für die Bestrahlung.

Axiales und laterales Röntgenbild einer abgeschlossenen Positionierung mit eingesetzter Blende für die Bestrahlung.

Überwachung des Patientenauges im Kontrollraum während der Bestrahlung

Überwachung des Patientenauges im Kontrollraum während der Bestrahlung

Der Ablauf bei der Bestrahlung ist ähnlich, wie Sie es schon in der Plankontrolle erlebt haben.  Sie setzen sich auf den Behandlungsstuhl, Ihr Auge wird lokal betäubt. Sie bekommen Ihre Gesichtsmaske aufgesetzt und werden vor dem Strahlrohr positioniert. Dazu greifen wir auf die in der Plankontrolle gespeicherten Daten zurück.

Es werden die Lidhalter eingesetzt und die Lage des Strahlenfeldes mit dem Lichtfeld auf dem Auge überprüft. Sie schauen auf das gelbe Fixierlicht. Wir bestimmen Ihre Augenposition mit Hilfe unserer Röntgenanlage und der Tantalclips in Ihrem Auge. Die Positionen der Clips und somit des Auges werden mit den Vorgaben des Bestrahlungsplans verglichen. Bei Abweichungen wird Ihr Auge wie bei der Plankontrolle durch das Anpassen von Fixierlichtposition und Behandlungsstuhl in die richtige Position gebracht. Das Ergebnis dieser Korrektur wird durch eine weitere Röntgenaufnahme überprüft. Der gesamte Positionierungsvorgang kann ein paar Minuten dauern und wird solange wiederholt, bis Ihr Auge gemäß der Vorgaben optimal positioniert ist.

Der anwesende Arzt aus der Strahlentherapie überprüft die fertige Positionierung. Ihre Augenposition für die Bestrahlung wird auf einem speziellen Bildschirm markiert. Eine speziell für Ihren Tumor angefertigte Blende wird in das Protonenstrahlrohr eingesetzt. Mit einer letzten Röntgenaufnahme kontrollieren wir nochmals Ihre Positionierung und die Position der eingesetzten Blende.

Für den eigentlichen Bestrahlungsvorgang müssen wir den Behandlungsraum kurz verlassen. Um sich in einem Notfall bemerkbar machen zu können, erhalten Sie eine Klingel. Vom Kontrollraum aus führen wir die Bestrahlung durch, dabei haben wir Sie ständig über mehrere Kameras im Blick, insbesondere das positionierte Auge. Über eine Gegensprechanlage können wir zusätzlich mit Ihnen kommunizieren. Wir sagen Ihnen Bescheid, wenn Sie auf das Fixierlicht schauen sollen und wenn die Bestrahlung beendet ist. Die eigentliche Bestrahlung dauert ungefähr eine Minute. Sollte Ihr Auge während dieser Zeit die Sollposition verlassen, können wir jederzeit die Bestrahlung unterbrechen, ihr Auge wieder in die gewünschte Position bringen und mit der Bestrahlung fortfahren.

Nachdem der Tumor mit der für den Tag vorgesehenen Dosis bestrahlt wurde, kommen wir wieder zu Ihnen in den Behandlungsraum und befreien Sie von Lidhalter und Maske. Der Rest des Tages steht dann zu Ihrer freien Verfügung.

Da wir bei der Positionierung auf die Daten von der Plankotrolle zurückgreifen bzw. auf Ihre gespeicherten Positionsdaten vom Vortag und sie sich im Laufe der Tage mit dem ganzen Ablauf vertrauter werden, sollte Ihre Positionierung von Tag zu Tag etwas weniger Zeit beanspruchen.

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Abschlussgespräch

Am letzten Bestrahlungstag führt der anwesende Strahlentherapeut mit Ihnen ein kurzes Abschlussgespräch. Er erkundigt sich, wie Ihnen die Behandlung soweit bekommen ist, und erklärt Ihnen, was Sie in den nächsten Tagen beachten sollten. Er händigt Ihnen einen Anwesenheitsbescheinigung und einen vorläufigen Arztbrief, der Informationen zu Ihrer Protonenbestrahlung enthält, aus. Darüber hinaus erhält Ihr heimischer Augenarzt und auf Ihre Wunsch auch Ihre anderen Ärzte den gleichen Brief in den nächsten Tagen per Post zugesendet.

Damit ist Ihre Protonentherapie beendet. Ihr Tumor ist nun sterilisiert und wird ab nun ganz langsam vom Körper abgebaut.

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Protonentherapie

Helmholtz-Zentrum Berlin

Postadresse:

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14109 Berlin

t: +49 30 8062 42966

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